Fine Tuning der Bitaxe Einstellungen
Warum kann ein Nachjustieren nötig sein?
- Jeder Bitaxe hat genau einen ASIC-Chip. Durch Fertigungstoleranzen unterscheiden sich diese Chips leicht in Effizienz und Wärmeabgabe. Das nennt man Silicon Lottery.
- Bei den allermeisten Geräten passen die Werkseinstellungen ohne Änderung.
- Einzelne Chips laufen mit etwas weniger Kernspannung kühler und leiser, ohne nennenswert Hashrate zu verlieren.
So machst du den Schnellcheck
- Schließe das Gerät an und lass es 5 bis 10 Minuten laufen.
- Öffne das Dashboard in AxeOS und beobachte Temperatur, Lüfterdrehzahl und Hashrate.
- Die automatische Lüftersteuerung regelt auf eine Zieltemperatur, die du in AxeOS einstellen kannst.
- Läuft der Lüfter dauerhaft mit 100 % und erreicht der Chip die Zieltemperatur trotzdem nicht, lohnt sich ein Feintuning der Spannung. Bis 70 °C ist der Chip unbedenklich, ab 75 °C drosselt die Firmware.
Feintuning in drei Schritten
- Schritt 1: Spannung um eine Stufe senken
- Senke in AxeOS unter Settings die Core Voltage um eine Stufe.
- Warte 5 Minuten und prüfe, ob die Temperatur sinkt und der Lüfter deutlich unter 100 % bleibt.
- Schritt 2: Falls noch zu heiß oder zu laut
- Senke die Spannung um eine weitere Stufe und teste erneut.
- Schritt 3: Gegenprobe bei zu starker Drosselung
- Fällt die Hashrate deutlich unter den Wert ab Werk, ist die Spannung zu niedrig.
- Erhöhe die Spannung wieder um eine Stufe, bis Temperatur und Hashrate passen.
Merksätze
- Erst schauen, dann ändern: Prüfe die Temperatur, bevor du die Spannung änderst.
- Ändere immer nur eine Stufe auf einmal und beobachte das Gerät danach jeweils ein paar Minuten.
- Gut eingestellt ist der Bitaxe, wenn
- die Temperatur stabil um die Zieltemperatur pendelt,
- der Lüfter nicht dauerhaft 100 % braucht,
- die Hashrate nur wenig unter dem Wert ab Werk liegt.
Hilft das nicht, ist eine stärkere Kühlung die bessere Lösung, etwa ein Noctua-Lüfter oder der Copperzilla 2.0.